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Velov in Lyon – Velhop in Strasbourg: der feine Unterschied

Auch wenn ich anfangs in Lyon noch Bedenken hatte, mit dem (Leih-)Fahrrad durch die Straßen zu gondeln, habe ich mich Anfang 2009 doch eines Besseren belehren lassen und bin jetzt sogar ein richtiger Fan von den rot-silbrigen Drahteseln Vélov.

Daher war ich umso erfreuter, als ich vor kurzem feststellte, dass Straßburg, mein zukünftiger Wohnort, ab September 2010 das Leihrad-System Velhop (gibt noch keine offizielle Website…?) eingeführt wird. Ich wurde aber schnell enttäuscht: Denn die Nutzer sind gezwungen, das Rad genau an der Station abzugeben, an der sie es ausgeliehen haben. Was soll das denn? Das einzig Interessante an diesen Dingern ist doch gerade, dass man sich ein Fahrrad nimmt, die Strecke zurücklegt und es dann dort an einer passenden Andockstation stehen lässt. Denn wenn ich z.B. 15 Minuten benötige, um ins Schwimmbad zu fahren, dort zwei Stunden verbringe und danach wieder zurückfahre, muss ich mir eine Tageskarte für 5 Euro kaufen. Denn eine Stunde Ausleihen kostet bereits 1 Euro – und davon steht das Fahrrad 45 Minuten einfach nur rum. Dafür kann ich ja günstiger mit der Tram oder mit dem Bus fahren!

Es werden zunächst 1.852 Bikes ins Rennen geschickt. Stellt Euch mal vor, wenn davon täglich mehr als die Hälfte einfach irgendwo angekettet rumstehen. Die können dann nicht genutzt werden, und wie ich die Franzosen kenne, werden sie sofort auf die Barrikaden gehen und lautstark meckern!

Das Jahresabnonnement ist mit 99 € auch recht teuer. Zum Vergleich: Vélov Lyon nimmt 15 Euro Jahresgebühr. Die ersten 30 Minuten pro Fahrt sind jeweils gratis, was für Fahrten in der Stadt in der Regel vollkommen ausreicht. Wenn nicht, einfach das Rad vor Ablauf der Frist an einer Station abstellen und ein neues nehmen ;-)

Jedenfalls werde ich mich dem Strasbouger Leihfahrrad System bestimmt nicht anschließen. Ich hatte zwar sowieso geplant, mein Fahrrad endlich aus dem Keller meiner Eltern zu befreien und es zum ersten Mal mit mir umziehen zu lassen (es wartet schon seit zehn Jahren darauf, mich begleiten zu dürfen und soll jetzt erhört werden!). Aber so ein Leihfahrrad kann für bestimmte (Not-) Situationen schon sehr praktisch sein. Man denke z.B. an einen so genannten “Spontan-Streik” der öffentlichen Verkehrsmittel, weil ein Busfahrer von einem Fahrgast angepöbelt wurde. In Lyon schon alles vorgekommen…

Na denn, Petri heil oder Heiliger Drahtesel. Wie heißt das nochmal für Radfahrer? Hals- und Beinbruch?

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

Im Jahr 2000 macht sie ein Praktikum bei der Badischen Zeitung und tastet sich an den Beruf des Journalisten heran.

Nachdem sie das Internet als neues Medium für sich entdeckt, startet sie 2006 diesen Blog, um über ihr Leben als Deutsche in Frankreich zu erzählen.

Kurz darauf (2007) launcht sie ihre professionellen Blogs zum internationalen Online-Recruiting (www.online-recruiting.net) und 2011 Social Media Recruiting (www.socialmedia-recruiting.com).

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Das Lyoner Leihfahrrad feiert Geburtstag – 5 Jahre Vélo’v

Am 19. Mai 2005 startete Lyon als erste Stadt das Pilotprojekt “Leihfahrrad in französischen Großstädten”. Diesen Sonntag, den 06. Juni, feiern die ziemlich schweren, rot und grauen Fahrräder ihren fünften Geburtstag mit einem Fest und einer eigens dafür kreierten Website.

Zeit, die bisherigen Errungenschaften der praktischen Drahtesel in einigen Zahlen zu dokumentieren (dank der heutigen Ausgabe von Lyon 20 Minutes:

  • Lyon war die erste Stadt, in der JCDecaux und die Gemeinden des Grand Lyon das Leihfahrrad testeten. Inzwischen gibt es diese Projekte ebenfalls in Paris, Rennes, etc.
  • 4.000 Räder stehen zur Verfügung.
  • Bis heute wurden ungefähr 58 Millionen Kilometer Strecke zurückgelegt. Das entspricht 1.500 Erdumrundungen.
  • Seit Mai 2005 wurden 27,7 Ausleihen verzeichnet. Täglich handelt es sich um 15.000 bis 20.000 Vermietungen. Während eines Streiks kann diese Zahl teilweise über 44.000 hinausgehen.
  • 42.000 aktive Abonnenten pro Jahr. Was kostet’s und noch einige weitere Infos gibt es hier.
  • 55 Prozent der aktiven Nutzer (und Auto-Inhaber) sagen, dass sie ihr Auto häufig in der Garage (oder aufm Parkplatz) stehen lassen.
  • 75 Prozent der Fahrradstrampler sind zwischen 18 und 35 Jahre alt – habe auch schon recht betagte Damen und Herren auf dem Sattel gesehen: alle Achtung!
  • Momentan wird das Rad in Lyon zu 2,5 Prozent im Vergleich zu allen anderen Fortbewegungsarten genutzt. Ziel der Stadt ist es, bis 2014 bei 5 Prozent anzukommen. Strasbourg liegt hier momentan bei 10 Prozent.
  • Dafür sollen die Radwegstrecken von derzeit 320 km auf 520 km ausgebaut werden. Hier sollte meiner Meinung nach noch mehr getan werden, denn das Radwegnetz ist momentan alles andere als optimal.

Jedenfalls boomt das Vélo’v in Lyon so richtig, und das ist auch gut so – dennoch: eine sichere und umsichtige Fahrweise und das Tragen eines Helms ist (lebens-) wichtig! In französischen Großstädten herrscht verkehrstechnisch gesehen Anarchie. Jeder überquert dann die Straße, wenn es gerade irgendwie möglich ist. Rote Ampeln sind reine Statisten und dienen lediglich einer ungefähren Verkehrsregelung. Also: aufgepasst!

Lyon plant gerade die Einführung eines neuen Systems, das Fahrräder für längere Zeiträume verleiht. Diese sollen dann in den Stadtbahnhöfen zur Verfügung stehen. 10.000 Räder werden hierfür eingeplant.

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

Im Jahr 2000 macht sie ein Praktikum bei der Badischen Zeitung und tastet sich an den Beruf des Journalisten heran.

Nachdem sie das Internet als neues Medium für sich entdeckt, startet sie 2006 diesen Blog, um über ihr Leben als Deutsche in Frankreich zu erzählen.

Kurz darauf (2007) launcht sie ihre professionellen Blogs zum internationalen Online-Recruiting (www.online-recruiting.net) und 2011 Social Media Recruiting (www.socialmedia-recruiting.com).

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Frühlingsgefühle in Lyon – Unterwegs mit dem Fahrrad: jetzt doch!

Die Lyoner Sonne weckt mich aus dem Winterschlaf, und ich muss gestehen, dass ich meine Meinung zu den “kleinen, praktischen Wegbegleitern, den Leihfahrrädern Vélo’v” geändert habe: Ich bin zur Vélov-Anhängerin geworden. Seit Anfang April habe ich dank meiner TCL Monatskarte ein Spezialabonnement für die lustigen rot-silbernen Fahrrad-Ungetüme: Für gerade mal 5 Euro im Jahr kann ich an einer der unzähligen Stationen mein Velo mieten und drauflos fahren. Die erste Stunde ist für mich sogar kostenlos – wie gesagt, dank meiner öffentlichen Verkehrsmittel Monatskarte. Normalerweise ist immer jeweils die erste halbe Stunde Fahrradstrampeln gratis.

Jedenfalls nutze ich den Leihservice seit diesem Monat regelmäß und freue mich über jede Gelegenheit, z.B. abends nach der Arbeit oder am Wochenende ein Stück Fahrrad zu fahren. Zum Beispiel entlang der Berges du Rhône oder auf dem seit 2008 bestehenden Fahrradweg zwischen dem Bahnhof Part Dieu und Meyzieu. Dieser Radweg beträgt an die 17 Kilometer und verläuft entlang der Tramway T3.

Seit meinem letzten Heimatbesuch in Deutschland habe ich nun auch endlich meine Inliner eingepackt, und werde damit bald auch fahren. Der Sommer kann kommen!

Weitere Quellen:

Update 2010: der jährliche Beitrag wurde auf 15 Euro angehoben. Ist zwar eine sehr deutliche prozentuale Erhöhung, aber immer noch spottbillig für das, was man dafür machen kann. Und wesentlich preisgünstiger als beispielsweise in Paris (Vélib) oder anderen französischen Städten, in denen dieses Modell aufgegriffen wurde.

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

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