Schlagwort-Archiv: verkehr

Das Lyoner Leihfahrrad feiert Geburtstag – 5 Jahre Vélo’v

Am 19. Mai 2005 startete Lyon als erste Stadt das Pilotprojekt “Leihfahrrad in französischen Großstädten”. Diesen Sonntag, den 06. Juni, feiern die ziemlich schweren, rot und grauen Fahrräder ihren fünften Geburtstag mit einem Fest und einer eigens dafür kreierten Website.

Zeit, die bisherigen Errungenschaften der praktischen Drahtesel in einigen Zahlen zu dokumentieren (dank der heutigen Ausgabe von Lyon 20 Minutes:

  • Lyon war die erste Stadt, in der JCDecaux und die Gemeinden des Grand Lyon das Leihfahrrad testeten. Inzwischen gibt es diese Projekte ebenfalls in Paris, Rennes, etc.
  • 4.000 Räder stehen zur Verfügung.
  • Bis heute wurden ungefähr 58 Millionen Kilometer Strecke zurückgelegt. Das entspricht 1.500 Erdumrundungen.
  • Seit Mai 2005 wurden 27,7 Ausleihen verzeichnet. Täglich handelt es sich um 15.000 bis 20.000 Vermietungen. Während eines Streiks kann diese Zahl teilweise über 44.000 hinausgehen.
  • 42.000 aktive Abonnenten pro Jahr. Was kostet’s und noch einige weitere Infos gibt es hier.
  • 55 Prozent der aktiven Nutzer (und Auto-Inhaber) sagen, dass sie ihr Auto häufig in der Garage (oder aufm Parkplatz) stehen lassen.
  • 75 Prozent der Fahrradstrampler sind zwischen 18 und 35 Jahre alt – habe auch schon recht betagte Damen und Herren auf dem Sattel gesehen: alle Achtung!
  • Momentan wird das Rad in Lyon zu 2,5 Prozent im Vergleich zu allen anderen Fortbewegungsarten genutzt. Ziel der Stadt ist es, bis 2014 bei 5 Prozent anzukommen. Strasbourg liegt hier momentan bei 10 Prozent.
  • Dafür sollen die Radwegstrecken von derzeit 320 km auf 520 km ausgebaut werden. Hier sollte meiner Meinung nach noch mehr getan werden, denn das Radwegnetz ist momentan alles andere als optimal.

Jedenfalls boomt das Vélo’v in Lyon so richtig, und das ist auch gut so – dennoch: eine sichere und umsichtige Fahrweise und das Tragen eines Helms ist (lebens-) wichtig! In französischen Großstädten herrscht verkehrstechnisch gesehen Anarchie. Jeder überquert dann die Straße, wenn es gerade irgendwie möglich ist. Rote Ampeln sind reine Statisten und dienen lediglich einer ungefähren Verkehrsregelung. Also: aufgepasst!

Lyon plant gerade die Einführung eines neuen Systems, das Fahrräder für längere Zeiträume verleiht. Diese sollen dann in den Stadtbahnhöfen zur Verfügung stehen. 10.000 Räder werden hierfür eingeplant.

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

Im Jahr 2000 macht sie ein Praktikum bei der Badischen Zeitung und tastet sich an den Beruf des Journalisten heran.

Nachdem sie das Internet als neues Medium für sich entdeckt, startet sie 2006 diesen Blog, um über ihr Leben als Deutsche in Frankreich zu erzählen.

Kurz darauf (2007) launcht sie ihre professionellen Blogs zum internationalen Online-Recruiting (www.online-recruiting.net) und 2011 Social Media Recruiting (www.socialmedia-recruiting.com).

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Blog Action Day – Umweltgedanken in Lyon

Bloggers Unite - Blog Action Day Heute ist Blog Action Day:

Am 15. Oktober werden sich Blogger überall im Internet zusammentun, um die Öffentlichkeit auf ein ausgewähltes Thema aufmerksam zu machen. Das Thema für den Blog Action Day 2007 ist die Umwelt. Jeder teilnehmende Blogger wird sich auf seine ganz persönliche Weise eines von ihm selbst ausgewählten Umweltthemas annehmen.

Das Thema Umwelt im Zusammenhang mit Frankreich im Allgemeinen und Lyon im Speziellen würde an sich schon einen ganzen Blog füllen. Heute bechränke ich mich auf folgende Themen:

  • Luftverschmutzung
    Keiner mag sie, jeder beschwert sich darüber. Bronchial- und Lungenkrankheiten gibt es jede Menge. Aber wenn es um das Fortbewegungsmittel Nummer 1 geht, versteht hier keiner mehr Spaß: Das Auto muss mit! So quetschen sich viele genervt durch die engen, vollgestopften Straßen, anstatt ohne viel Stress die U-Bahn zu nehmen. Das Phänomen “Fahrgemeinschaft” (covoiturage) wird nach Möglichkeit vermieden, vor allem, wenn es darum geht, diese morgens früh auf dem Weg zur Arbeit zu bilden (Gott sei Dank erlebe ich hier dank meiner Kollegin regelmä&dzlig; Ausnahmen. Danke Marie-So!). Man müsste sich ja organisieren, einen festgesetzten Zeitpunkt einhalten und sich womöglich noch auf jemand anderen einstellen.
  • Mülltrennung
    Wat isn dat? Nein, ich übertreibe natürlich. Es gibt in der Tat grüne und graue Tonnen, Glasflaschen- Sammelbehälter und Sperrmüll (die Sammler sind bei mir noch nie vorbeigekommen, aber die kostenpflichtige Mülldeponie “déchetterie” gibt’s ja auch noch). Aber ich verstehe das französische System nicht, und es gelingt mir einfach nicht, mir dieses in mein Gedächtnis einzubleuen. Also: Grüne Tonne: Demnach gehören Metall, Plastikbehälter und Karton hier rein. Gut, und was mach ich dann mit ganz einfachem Papier, Brief- oder Plastikumschlägen? Die dürfen gemäß Grafik hier links – bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken – nicht in die grüne und müssen daher in die graue Tonne. Und Plastikbehältnisse mit Speiseresten (Joghurtbecher, etc.) dürfen auch nicht rein. Das kommt ebenfalls zum Restmüll. Hier wären der Gelbe Sack und eine Papiertonne eine gute Idee.
  • Beton vs Grün
    Reißt den Beton auf! Es waren doch die Franzosen der 68er Jahre, die auf die Straßen gingen und lauthals verkündeten: Sous les pavés, la plage (Unter dem Kopfsteinpflaster liegt der Strand). Pflanzt mehr Bäume und gebt Euren Einwohnern mehr gute Luft. In der Nähe des Lyoner Bahnhofs wurde kürzlich eine Pflanzenmauer eingeweiht, die zum einen dem Autolärm und zum anderen der Luftverschmutzung vorbeugen soll. Gute Idee und trotzdem ein wenig schade, Pflanzen auf diese Art zu instrumentalisieren.
  • Das Hundeproblem!
    Dazu gibt es nicht viel zu sagen, denn jeder wird verstehen, worauf ich anspiele. Vielleicht sollte man hier über die Einführung einer bestimmten “Hundedichte” pro Quadratkilometer nachdenken ;-) Ich mag Hunde sehr gern, aber hier in der Großstadt tun mir diese Tierchen erstens leid und zweitens werden sie einem leid.

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

Im Jahr 2000 macht sie ein Praktikum bei der Badischen Zeitung und tastet sich an den Beruf des Journalisten heran.

Nachdem sie das Internet als neues Medium für sich entdeckt, startet sie 2006 diesen Blog, um über ihr Leben als Deutsche in Frankreich zu erzählen.

Kurz darauf (2007) launcht sie ihre professionellen Blogs zum internationalen Online-Recruiting (www.online-recruiting.net) und 2011 Social Media Recruiting (www.socialmedia-recruiting.com).

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